Christoph
Die alte Garde der Tigers rätselte kürzlich, welcher Spieler denn in all den Jahren am zuverlässigsten zu den Spiel- und Trainingsterminen erschienen ist. Man war sich schnell einig, dass Christoph diese Ehre gebühre. Nun ja, einer muß es ja sein, und damit gut, sollte man sagen. Aber in diesem Fall muss man doch eine Besonderheit erwähnen. Christoph reist nämlich nicht aus Eilendorf, Nirm oder Aachen an, sondern kommt aus - Köln! Er ist also der Trainingsfleißigste trotz 70 km Anfahrt. Und zurück muss er ja auch noch. Chapeau!
Dabei ist Christoph nicht einmal der typische Fußballer. Als junger Mann war er ein erfolgreicher Schwimmer, auch Volleyball hat er als Mannschaftssport betrieben. Fußball höchstens mal auf dem Bolzplatz. Bei den ersten Spielen in der Abwehr der Tigers sah man ihm seine Schwimmvergangenheit denn auch deutlich an. Aber das besserte sich schnell. Seine Volleyballerfahrung nutzten die Tigers gelgentlich, um die chronisch unbeliebte Stelle als Torwart zu besetzen. Auch heute noch lässt er sich eher ungerne dazu breitschlagen, in den Kasten zu gehen. Übrigens kennt er tatsächlich noch das Datum seines ersten Spiels: 1.3.2001 gegen 'AC Turnbeutel vergessen'. Das Ergebnis: 8-4 für die Tigers!
Auch neben dem Platz ist Christoph für die Tigers unersetzlich. Als Schatzmeister schafft er es tatsächlich, jedes Jahr soviel Beiträge einzunehmen, dass zuminest die Platzmiete gezahlt werden kann. Unersetzlich ist er auch bei den jährlichen Tigersausflügen, an denen er natürlich immer teilnimmt. Für die obligatorischen Wanderungen fungiert er als Organisator, und die Streckenführung ist meistens so, dass er kurzfristig ein paar Freunde verliert. Er macht das aber wieder wett, weil er praktisch alle kölschen Karnvalsliedchen auswendig kennt, und diese zusammen mit Horst bei den abendlichen Weinfesten so einsetzt, dass es den Tigers nie an Gesellschaft mangelt. Übrigens Karneval: von Fettdonnerstag bis Aschermittwoch gilt er praktisch als verschollen.
Was treibt Christoph, wenn er mal nicht die Tigers im Kopf hat? Er arbeitet als Bilanzbuchhalter bei einem Versicherer in Köln, er kümmert sich um seine beiden Töchter und er schaut sich gelegentlich Bundesligapiele der Damen des PTSV Aachen an. Ok, natürlich noch einiges mehr. Nur seinen alten Lieblingsverein Fortuna Köln lässt er links liegen.